Aktuelles vom Pfarrgemeinderat

Offener Brief an Kardinal Woelki zum Missbrauchskandal 

MISSBRAUCH-3 (c) Peter Cwik

Im Missbrauchskandal des Kölner Erzbistums haben wir, der PGR und die Ortsausschüsse, Kardinal Woelki einen Brief geschrieben. Im Evangelium heißt es: „Wenn dein Bruder sündigt, dann weise ihn unter vier Augen zurecht.“ Erst wenn er auch vor zwei oder drei Zeugen kein Einsehen hat, soll man es der Gemeinde sagen (Mt 18, 15-17). In diesem Sinne haben wir den Brief zunächst persönlich adressiert, um in aller Sachlichkeit nachzuweisen, dass das Verhalten der Kölner Bistumsleitung im aktuellen Missbrauchskandal die Glaubwürdigkeit der Kirche zerstört und damit die Motivation der Ehrenamtler untergräbt. Der Brief legt dabei ganz bewusst den Standpunkt der Gegenseite zugrunde - das konservative Kirchenbild (Hierarchie, Kirchenrecht, Papsttreue). Die Argumentation zeigt auf, dass die Bistumsleitung selbst nicht daran glaubt. Das führt vor Augen, dass dieses Modell von Kirche ausgedient hat. Der Brief erging außerdem abschriftlich an Bischof Dr. Georg Bätzing (Leiter der deutschen Bischofskonferenz), Bischof Dr. Felix Genn (dienstältester Bischof der Kölner Kirchenprovinz) und Kardinal Reinhard Marx (Gründer der Stiftung „Hoffnung und Heil“ für die Opfer sexualisierter Gewalt in der Kirche) mit der Bitte um Unterstützung. Da wir keine Antwort erhalten haben, veröffentlichen wir hier den Brief im Wortlaut. Nun gilt es, deutlicher zu werden.

 

Unser Brief wurde beantwortet

Alle angeschriebenen Bischöfe haben mittlerweile auf unseren Brief geantwortet (Kardinal Marx, die Bischöfe Genn und Bätzing, Kardinal Woelki über Generalvikar Hofmann, die Weihbischöfe Steinhäuser und Puff).

Zusammenfassend:

  • Kardinal Woelki hat öffentlich eingestanden, dass sein Umgang mit der Krise die Glaubwürdigkeit der Kirche beschädigt hat. Die Kölner Bistumsleitung hat wahrgenommen, dass sich aufgrund des Verhaltens der Bistumsleitung nun auch engagierte Ehrenamtler abwenden.
  • Einstimmig wird zugestanden, dass die Kirchenleitung sich im Umgang mit den Missbrauchstätern (insbesondere Nikolaus Adamek) schuldig gemacht und Täterschutz über Opferleid gestellt hat.
  • Aus Anlass des Missbrauchsskandals ist der Synodale Weg initiiert worden, der deutlich „Nein“ zum Klerikalismus sagt.

In unserem Brief fordern wir, dass

  • das Erzbistum sich um die Missbrauchsopfer kümmert
    • schon vor unserem Brief war die Entschädigungssumme für Missbrauchsopfer hochgesetzt und ein Betroffenenbeirat eingerichtet worden;
  • künftig des Missbrauchs verdächtige Kleriker umgehend angezeigt und aus dem Dienst entlassen werden
    • das hat die Bistumsleitung versprochen;
  • die Gründe für das Zurückhalten des Gutachtens nachvollziehbar offengelegt werden
    • erledigt sich mit Publikation des zweiten Gutachtens am 18. März;
  • ein umfassenderes Konzept zur Präventionsschulung und -begleitung für Kleriker vorgestellt wird
    • der Synodale Weg möchte Vergleichbares auf den Weg bringen;
  • die in den Missbrauchskandal verwickelten Personen der Bistumsleitung zur Verantwortung gezogen werden
    • das wurde explizit zugesagt;
  • die Kirche sich mit der Grundsätzlichkeit dieses Problems auseinandersetzt
    • die Bistumsleitung hat eingestanden, dass es systemische Ursachen gibt, der Synodale Weg möchte ihnen mit Reformen begegnen.

Nachfolgend finden Sie die Antwort des Generalvikars im Auftrag von Kardinal Wölki und weitere Informationen.

Pfarrgemeinderat

Der Pfarrgemeinderat hat die Aufgabe, gemeinsam mit dem Pfarrer und dem Pastoralteam das pastorale Wirken entsprechend den Herausforderungen im Seelsorgebereich so zu entwickeln und zu gestalten, dass die Kirche in den Lebensräumen und Lebenswelten der Menschen wirksam präsent ist.

Der Pfarrgemeinderat

  • ist das vom Erzbischof anerkannte Organ zur Koordinierung des Laienapostolats.
  • ist das demokratische Beratungs- und Leitungsgremium in unserer Gemeinde.
  • gestaltet die Gemeinde tatkräftig mit und trägt seinen Teil dazu bei, das Gesicht der Pfarrei zu prägen.
  • ist mitverantwortlich dafür, dass die Kirche vor Ort lebendig und glaubwürdig ist.
  • sucht engagierte Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten für die Mitarbeit, stärkt und vernetzt sie.
  • berät und unterstützt den Pfarrer und hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger bei der Pastoral, etwa bei der Umsetzung des Pastoralkonzeptes oder der Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung.
  • berät die katholischen Verbänden und Vereinigungen über das sozial- und gesellschaftspolitische Engagement im Seelsorgebereich.
  • ist eigenständig in allen gesellschaftspolitischen Fragen, so beim Aufbau und der Durchführung von Nachbarschaftshilfen, der Gestaltung von Angeboten der Erwachsenenbildung, im Engagement für die Entwicklungszusammenarbeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Der Pfarrgemeinderat setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

  • gewählte Mitglieder
  • der Pfarrer
  • Mitglieder des Pastoralteams
  • berufene Mitglieder
  • und Vertreter der KGV

Der Pfarrgemeinderat setzt sich wie folgt zusammen:

  • Stimmberechtigte Mitglieder: 
    • Geborene Mitglieder:
      • Pfarrer Jürgen Hünten
      • Pater Jacob Aleckal (Kaplan)
      • Sabine Peters (Gemeindereferentin)
    • Gewählte  Mitglieder:
      • Johannes Baumeister
      • Peter Cwik
      • Dr. Stefan Heep
      • Ulrich Hochscheid
      • Brigitte Kellermann-Pauli
      • Stefan Klinkhammer
      • Michaela König
      • Rolf Olligs
      • Julia Simons

 

  • Nicht stimmberechtigte beratende Mitglieder:
    • Mitglieder des Pastoralteams:
      • Hubert Schneider (Pastoralreferent)
    • Vertreter des Kirchengemeindeverbandes:
      • Dirk Hucko
    • Gäste und Sachkundige:
      • Achim Geßler (Ortsausschuss Lövenich)
      • Rudolf Navratil (Ortsausschuss Weiden)
      • Petra Weber (Ortsausschuss Widdersdorf)

 

 

Pfarrgemeinderat (c) Sarah Frank in Pfarrbriefservice.de

Vorsitzender des Pfarrgemeinderates

Peter Cwik